Nationalfeiertag Kolumbiens als großes Volksfest
Die kolumbianische Botschafterin I.E. Yadir Salazar-Mejía während ihrer Rede
Stärkung der Diaspora
Die Botschafterin bezeichnete Deutschland als strategischen Partner. Die rund 40.000 Kolumbianerinnen und Kolumbianer,die in Deutschland lebten, seien die besten Botschafter ihres Landes und stünden im Mittelpunkt eines bewusst als Volksfest gestalteten Nationalfeiertags. Die Botschaft setze auf eine neue, partizipative Außenpolitik und stärke die Diaspora durch Netzwerke in Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Recht. Zugleich unterstrich die Botschafterin die dynamische Entwicklung der bilateralen Beziehungen: Deutschland sei Kolumbiens wichtigster Handelspartner in der EU, die Zusammenarbeit reiche von Energiewende, Klimaschutz und Forschung bis zu Sicherheit und Berufsbildung. Als nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats übernehme Kolumbien internationale Verantwortung und setze auf Multilateralismus.
Kampf gegen organisierte Kriminalität und Drogenhandel
Im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Drogenhandel plädierte sie dafür, legale Wirtschaftsperspektiven und Handel auszubauen. Als OECD-Mitglied, NATO-Globalpartner und drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas wolle Kolumbien die Partnerschaft mit Deutschland weiter vertiefen, unter anderem durch ein geplantes Sozialversicherungsabkommen.
Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im Bundesinnenministerium
In seiner Erwiderung nahm Hans-Georg Engelke, Vertreter des Bundesinnenministeriums, selbstironisch Bezug auf seine Aufgabe, "ausgerechnet über das Drogenthema" sprechen zu müssen, obgleich es viele andere interessante Themen zu Kolumbien gebe. Gerade im Bereich der inneren Sicherheit habe sich eine enge Partnerschaft entwickelt, denn die zunehmende Kokain-Einfuhr nach Deutschland und die Ausbreitung organisierter Kriminalität seien auch eine Gefahr für die innere Sicherheit Deutschlands.
Legale Wirtschaftsstrukturen aufbauen
Die Ursachen könnten nur gemeinsam bekämpft werden, auch weil die Nachfrage nach Drogen in den westlichen Staaten entstehe. Heute arbeiteten Kolumbien und Deutschland eng zusammen, unter anderem durch Polizeiattachés, Zoll und gemeinsame Sicherheitsmaßnahmen. Er gehe mit der Botschafterin d’accord, dass das Ziel sein müsse, legale Wirtschaftsstrukturen zu stärken und Kleinbauern sichere Absatzmärkte zu ermöglichen, um sie von kriminellen Netzwerken unabhängig zu machen. Zudem werde die Zusammenarbeit bei Migration, Handel und Sicherheit weiter ausgebaut. Kolumbien sei für Deutschland ein verlässlicher demokratischer Partner, NATO-Globalpartner und überzeugter Verfechter des Multilateralismus.
Viele Botschafter waren der Einladung der kolumbianischen Botschafterin gefolgt
In der ersten Reihe v.li.: S.E. Dr. Faruk Ajeti, Botschafter des Kosovo; S.E. Vladimir Adolfo Franco Sousa, Botschafter Panamas und seine Ehefrau; I.E. Zohour Alaoui, Botschafterin Marokkos; I.E. Maitha Saif Al Mahrouqi, Botschafterin des Oman
v.li.: Die Tocher der kolumbianischen Botschafterin und I.E. Yadir Salazar Mejía, Botschafterin Kolumbiens; S.E. Lee Chong Hock, Botschafter von Singapur
Mit lateinamerikanischen Rhythmen wurde der inoffizielle Teil des Events eingeleitet
Time to Dance / Tiempo de bailar
v.li.: I.E. Aishath Shaan Shakir, Botschafterin der Malediwen, und I.E. Louise Nzanga Ramazani, Botschafterin der Demokratischen Republik Kongo
Blick auf die Festgesellschaft auf dem Gelände der UFA Fabrik
v.li.: I.E. Mitsuko Shino, Botschafterin Japans; I.E. Edith Antoinette Itoua, Botschafterin der Republik Kongo; S.E. Ylber Sela, Botschafter Nord Mazedoniens
Die kolumbianische Illustratorin Gina Rosas präsentierte an einem Stand einige ihrer Werke