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Malediven - Deutschland
60 Jahre diplomatische Beziehungen

11.02.2026

Die Botschafterin der Malediven I.E. Aishath Shaan Shakir während ihres Grußwortes

Am 10. Februar feierte die Republik Malediven den 60. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Deutschland im Westin Grand Hotel in der Berliner Friedrichstraße.

Zahlreiche Botschafterinnen und Botschafter waren der Einladung gefolgt. Auch viele Bürgerinnen und Bürger aus der maledivischen Community in Deutschland wurden von der Botschafterin begrüßt.

Präsident der Malediven
Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand der Präsident der Malediven, S.E. Dr. Mohamed Muizzu, der schon zuvor von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen worden war. Als Ehrengast war S.E. Dr. Joachim Bertele vom Auswärtigen Amt gekommen, der Glückwünsche von Außenminister Wadepuhl überbrachte.

v.l.: Der Präsident der Malediven S.E. Dr. Mohamed Muizzu (mittig); Dr. Joachim Bertele; die Botschafterin der Malediven

v.li.: Dr. Joachim Bertele und S.E. Mandakhbileg Birvaa, Botschafter der Mongolei

60 Jahre diplomatische Beziehungen 
Botschafterin I.E. Aishath Shaan Shakir würdigte die „beständige und respektvolle Partnerschaft, die sich zwischen beiden Ländern in den vergangenen sechs Jahrzehnten entwickelt“ habe. Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 1966 habe sich die Zusammenarbeit beständig weiterentwickelt, sie gründe auf gegenseitigem Respekt, Dialog und dem gemeinsamen Bekenntnis zum internationalen Engagement.

v.li.: Die Botschafterinnen von Japan und Malediven

Der kambodschanische Botschafter mit seiner Ehefrau

Urlaubsparadies Malediven
Sie sei immer wieder überrascht, sagte die Botschafterin, wie viele Deutsche die Malediven bereist hätten, sie schätzten die herzliche Gastfreundschaft, die weißen Sandstrände und das kristallklare Meer. „Es erfüllt mich mit großer Demut, eine so tiefe Verbundenheit zwischen zwei geografisch so weit voneinander entfernten Ländern zu sehen.“ Auch die gelungene Integration der maledivischen Diaspora in Deutschland sei ein deutliches Zeichen dieser tiefen Verbindung zwischen beiden Völkern. 

Zusammenarbeit
Deutschland sei für die Malediven ein geschätzter Partner in der Entwicklungszusammenarbeit und im multilateralen Engagement. Die Zusammenarbeit erstrecke sich auf Handel und Investitionen, Bildung, Umweltschutz, Klimaanpassung und erneuerbare Energien. Die großzügige bilaterale Unterstützung habe es ermöglicht, die nationalen Entwicklungsprioritäten umzusetzen, die wesentlich zur Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit der Malediven beigetragen hätten. „Deutschlands aktive Rolle in der internationalen Klimapolitik sowie seine Unterstützung globaler Anpassungsmaßnahmen ergänzen unsere eigenen Prioritäten in idealer Weise“, sage die Botschafterin.

v.li.: Die Botschafter von Panama und Guatemala

 

Der Botschafter von Tunesien und die Botschafterin von Marokko

Klimawandel
Für die Malediven sei der Klimawandel kein fernes theoretisches Thema, sondern eine existentielle Bedrohung. Der niedrig liegende Inselstaat erlebe die Auswirkungen im täglichen Leben.

Dank an Partner
Der offizielle Besuch in Deutschland auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterstreiche die große Bedeutung der maledivisch-deutschen Partnerschaft und den Wunsch, sie neu zu beleben. Die offiziellen Gespräche zwischen Präsident Dr. Muizzu und Bundespräsident Steinmeier am Nachmittag hätten gezeigt, dass dies eine gemeinsame Priorität sei. Die Botschafterin beendete ihre Rede mit einem Dank an die Partner in Deutschland, an die diplomatische Gemeinschaft „und an alle, die oft im Stillen und mit großer Beständigkeit über viele Jahre hinweg zur Stärkung der Beziehungen zwischen den Malediven und Deutschland beigetragen haben“.

Joachim Bertele, Auswärtiges Amt
S.E. Dr. Joachim Bertele ging in seinem Grußwort auf die gemeinsamen Werte und Überzeugungen ein und bekräftigte die Notwendigkeit des klimagerechten Wirtschaftens. Die Malediven seien in besonderer Weise den Bedrohungen des Klimawandels ausgesetzt, 80 % des Territoriums der Malediven liege weniger als einen Meter über dem Meeresspiegel. Er dankte für die Einladung zum Jubiläum und dem Präsidenten der Malediven: „Wir schätzen es sehr, dass Sie in dieser kritischen Phase der globalen Politik weiterhin den aktiven Austausch mit Deutschland und Europa suchen.“

v.li.: Die Botschafterinnen von Slowenien und Japan

 

Der Botschafter von Bosnien und Herzegowina mit seiner Ehefrau

v.li.: Der Botschafter der Mongolei und I.E. Ahmed Waheeb Maaz Ahmed Alattar, Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate; im Hintergrund die Botschafterin von Luxemburg