Events & Impressions

Unterm Schanyrak –
Glanz des skythischen Goldes

04.06.2026
In der siebten Veranstaltung „Unterm Schanyrak“ am 4. Juni ging es um die „Große Kasachische Steppe – der Glanz des skythischen Goldes und die frühe Geschichte der nomadischen Kulturen Eurasiens“.

Wie immer brachte auch diese Veranstaltung Vertreter der Wissenschaft, von Museen und Kultureinrichtungen, Medienvertreter und Interessierte zusammen, die sich für das reiche historische Erbe Kasachstans begeistern. In seiner Begrüßungsrede betonte der Botschafter Kasachstans, S.E. Nurlan Onzhanov, die Bedeutung der großen Steppe als eines der zentralen Orte der Entstehung und Entwicklung der frühen Zivilisation Eurasiens. Die archäologischen Forschungen ermöglichen dabei ein tieferes Verständnis der historischen Prozesse und offenbaren gleichzeitig den Reichtum des kulturellen Erbes der Völker, die den Steppenraum über viele Jahrhunderte besiedelten. Unter den Entdeckungen der vergangenen Jahrzehnte findet man den weltweit bekannten „Goldenen Menschen“ aus dem Issyk-Kurgan, Berel Kurgana mit dem spektakulären Auffinden von Gräbern und weitere Funde und Denkmäler, die vom hohen Entwicklungsstand früher nomadischer Gesellschaften zeugen. Die bedeutendsten archäologischen Schätze des Skythengoldes fand man bei den Saken, einer östlichen Gruppe der Skythen. Beeindruckend ist die hohe handwerkliche Qualität und die weit entwickelte Goldschmiedetechnik. Es war schon 2007, daß im Martin-Gropius-Bau eine Ausstellung spektakulärer Funde aus den skythischen und sakischen Fürstengräbern Eurasiens zu sehen war. Die Ausgrabungen und Forschungen gehen weiter und mit internationaler Zusammenarbeit wird es noch weitere Überraschungen geben, die das Erbe der großen Steppe preisgeben.

Der Botschafter Kasachstans, S.E. Nurlan Onzhanov, während seiner Begrüßungsrede

Leila Ashimzhanova von der Botschaft; Dr. Anton Gass, Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin; Dr. Finn Schneider, Deutsches Archäologisches Institut

Von aufmerksamen Zuhörern wurde eine lebhafte Diskussion geführt

Dr. Anton Gass während seines sehr interessanten Vortrags