Nationalfeiertag Indien
S.E. Ajit Gupte, der indische Botschafter, erinnerte in seiner Begrüßungsrede an die großen Fortschritte, die sein Land in den letzten Jahren gemacht hat
Florian Hahn, Staatsminister im Auswärtigen Amt
Freihandelsabkommen Indien - EU
Botschafter Gupte dankte Deutschland für die „großzügige Entwicklungszusammenarbeit“, die es ermöglicht habe, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Der Botschafter erwähnte die gegenseitigen Besuche auf höchster politischer Ebene und die Kooperationsfelder, auf denen Deutschland und Indien künftig zusammenarbeiten wollten. Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern entwickelten sich gut und Indien freue sich über die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit der EU. Nicht unerwähnt ließ der Botschafter auch die indische Diaspora in Deutschland mit nahezu 300.000 Menschen, etwa jeder fünfte von ihnen sei ein Student der Naturwissenschaft und Technik.
S.E. Ajit Gupte, Botschafter von Indien,und die libanesische Botschafterin
I.E. Abir Ali
v.l.: Die Ehefrau des indischen Botschafters; der Botschafter S.E. Ajit Gupte; I.E. Reem Mohammed Khaled Al Khaled, Botschafterin Kuwait; I.E. Maria Madalena Lobo Carvalho Fischer, Botschafterin Portugals
Der Botschafter schloss mit der Überzeugung, „dass sich Indiens Stärken in der IT, in Big Tech und KI mit Deutschlands Stärke im Ingenieurwesen verbinden lassen, um hochentwickelte Produkte zu schaffen, die beiden Seiten zugutekommen. An diesem 77. Tag der Republik feiern wir nicht nur Indiens verfassungsmäßige Werte und Errungenschaften, sondern auch die außergewöhnliche Freundschaft zwischen Indien und Deutschland, die weiterhin rasch wächst. Sie wurzelt in der Demokratie, sie wird durch Vertrauen gestärkt und sie wird von einer gemeinsamen Vision für eine bessere Welt geleitet“.
Damit übergab der Botschafter S.E. Ajit Gupte das Wort an den Staatsminister im Auswärtigen Amt Florian Hahn, der Glückwünsche auch im Namen des Außenministers Johann Wadephul und der gesamten Bundesregierung überbrachte. Hahn erinnerte daran, dass das Jahr 2026 ein besonderes Jahr für die indisch-deutschen Beziehungen sei: Indien und Deutschland feierten 75 Jahre diplomatische Beziehungen. Hahn erinnerte an den Besuch von Friedrich Merz in Indien und er unterstrich die Bedeutung, die Deutschland seinen strategischen Beziehungen zu Indien beimesse. „Heute ist Indien zu Recht einer der wichtigsten Partner Deutschlands im indopazifischen Raum. Und wir sehen großes Potenzial, unsere Beziehungen auf allen Ebenen weiter zu vertiefen und auszubauen.“
I.E. Ilham Ibrahim Mohamed Ahmed, Botschafterin des Sudan, und
S.E. Ajit Gupte, Botschafter von Indien
v.l.: S.E. Ajit Gupte, Botschafter von Indien, und S.E. Andrew Jonathan Mitchell,
Botschafter des United Kingdom
Staatsminister Hahn erwähnte die Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, Arbeitskräfte, Migration und Qualifizierung, Energie und Wasserstoff sowie Wissenschaft und Technologie. Er erinnerte daran, dass das Unternehmen Bosch heute in seiner indischen Niederlassung mehr als 14.000 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftige. Der SAP-Campus, der sich ganz in der Nähe von Bosch befinde, plane, seine derzeitige Belegschaft von 15.000 auf über 25.000 Beschäftigte zu erweitern. Zwei Beispiele dafür, so Hahn, wie Innovation und wirtschaftlicher Wohlstand wachsen könnten, wenn beide Seiten langfristige Engagements mit gegenseitigem Verständnis eingingen.
Der indisch-deutsche Handel belaufe sich heute auf fast 40 Milliarden Euro und mache Deutschland zum größten Handelspartner Indiens innerhalb der EU. Über 2.000 deutsche Unternehmen seien in Indien tätig.
Deutschland und Indien teilten die Überzeugung, dass Frieden und Wohlstand nur in einer Welt bestehen könnten, die das Völkerrecht achte – einschließlich des Seerechts, der nationalen Souveränität und der territorialen Integrität.
Nach den Reden wurde ein indisches Kulturprogramm aus Musik und Tanz präsentiert, danach waren die Gäste zu einem außerordentlich reichhaltigen indischen Buffet geladen.
S.E. Erzbischof Dr. Nikola Eterović, Doyen des Diplomatischen Corps, und der kroatische Botschafter S.E. Gordan Bakota
Luiz Eduardo Gonçalves, Gesandter Brasilianische Botschaft, Monika Hein, Deutscher Bundestag; André Tenório Mourão, Botschaftsrat Brasilianische Botschaft; I.E. Juana Martinez Gonzalez