Editorial »

Donald gegen den Rest der Welt
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

es ist weiter wie im Film. US-Präsident Donald Trump liefert in einer Regelmäßigkeit Schlagzeilen, die selbst in Twitter-Zeiten außergewöhnlich sind. Anfang März drohte er der EU mit Handelszöllen auf Stahl, Aluminium und sogar Autos, worauf die EU mit der Androhung von Zöllen auf Harley-Davidson-Motorräder und Bourbon Whiskey reagierte. Mittlerweile wird von einem sich anbahnenden Handelskrieg gesprochen. Dass Trump nun auch seinen als moderat geltenden Außenminister Rex Tillerson durch den bisherigen CIA-Direktor und bekannten Hardliner Mike Pompeo ersetzt, dürfte den weltweiten US-Handelspartnern weiter zu denken geben.

Im Botschafterinterview sprechen wir dieses Mal mit S.E. Jeremy Issacharoff, Botschafter des Staates Israel. Ein Jubiläum, denn sein Land feiert den 70. Geburtstag. Als sogenannte Start-up-Nation profiliert sich Israel heute erfolgreich in der High-tech-Branche. Nicht ohne Grund zieht es viele internationale und auch deutsche Unternehmen nach Tel Aviv und Jerusalem. Die deutsche Automobilindustrie muss sich aber keine Sorgen machen, scherzt S.E. Jeremy Issacharoff. Im Interview spricht der Diplomat außerdem über die neue Qualität der deutschisraelischen Beziehung, Israels potenzielle zukünftige Rolle im Mittelmeerraum und auch über Persönliches.

Im weiteren Verlauf des Heftes blicken wir auf die ITB Berlin zurück und berichten über die EU-Strategie gegen Plastikmüll. Außerdem gibt es einen Beitrag über die vergangenen und künftigen Gipfeltreffen von G20, G7 und den BRICS-Staaten zur Umsetzung der universellen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Daneben stellen wir mit abgeordnetenwatch.de eine Website vor, die inzwischen das größte Portal für politischen Dialog in Deutschland ist. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.

Dr. Irene ErnstHerausgeberin und Verlegerin

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